Patentschrift AT 505 291 B1

Aus Stefan.Allerstorfer.at

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Inhaltsverzeichnis

Einrichtung zum Verhindern des Befahrens von Verkehrswegen entgegen der vorgeschriebenen Richtung

Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Verhindern des Befahrens von Verkehrswegen entgegen der vorgeschriebenen Richtung, bei welcher eine Schilderbrücke (1) aus Stahl, bestehend aus 1 Querriegel (3) und 2 Steher (4) quer über die Fahrbahn (2) aufgestellt wird, wobei die nicht begehbaren Steher (4) in einem Betonfundament (5) links und rechts der Fahrbahn (2) verankert sind und unterseitig auf dem Querriegel (3) ein absenkbares, flexibles, zugfestes Flächenelement (7) als automatisches Hindernis vorgesehen ist, dass an seiner bodenseitigen Unterkante (12) mit Gewichten (13) versehen ist und bei Benützung mit dieser Unterkante (12) unter die Vorderräder des Fahrzeuges reicht.

Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Verhindern des Befahrens von Verkehrswegen entgegen der vorgeschriebenen Richtung. (Auch Einrichtung gegen "Geisterfahrer" genannt).

In Österreich wird jede Sendung des Radiosenders für eine Geisterfahrer-Warnung sofort unterbrochen. Im Jahr 2006 war dies ca. 500 Mal. In Deutschland sind 1800 Geisterfahrer-Warnungen pro Jahr. In der Schweiz sind es 65 Warnungen pro Jahr, davon 21 Unfälle.

Der Anteil von Geisterfahrer-Unfällen ist zwar gering, das Verletzungs- und Tötungsrisiko ist aber bei diesen Unfällen größer als bei anderen Verkehrsunfällen. Das Phänomen Geisterfahrer macht einerseits aus diesem Grund Angst und anderseits, weil man wenig darüber weiß.

Das Befahren in der unzulässigen Richtung erfolgt beispielsweise unabsichtlich von einer Kombination aus fehlender Konzentration, schlecht empfundenen Beschilderung, Müdigkeit und oft noch unbekannte Strecke. Sie passieren in der Mehrzahl der Fälle, weil die falsche Ausfahrt gewählt wird. Solche Fahrten finden auch am Arbeitsweg und Schulweg statt.

Absichtliches Befahren in der unzulässigen Richtung wird in erster Linie bewußt als Mutprobe durchgeführt und findet in der Freizeit statt. Sie hat den Ursprung zumeist in einem Richtungswechsel während der Fahrt, dem Verlassen einer Raststätte in der falschen Richtung, oder versuchtem Selbstmord.

Hauptursachen für Geisterfahrten lt. KfV (Kuratorium für Verkehrssicherheit)

  • 50 % Alkoholisierung
  • 30 % Überforderung
  • 20 % bewusstes Wenden auf der Autobahn

Tatsache ist, daß der Großteil der Geisterfahrer nie entdeckt oder von der Polizei aufgegriffen wird.

Die vorhandenen Daten zeigen sehr deutlich die Notwendigkeit eines Maßnahmenpaketes zur Verhinderung zukünfiger Geisterfahrten.

Auch die Bundesregierung ist sich der Problematik bewußt und hat Optimierungsvorschläge im Österreichischen Verkehrssicherheitsprogramm festgehalten:

Mechanische Sperren wie die "Kralle" bei der Autobahnauffahrt Grimmenstein, sollte nur in Ausnahmefällen zum Einsatz kommen, da bei diesen "Geisterfahrer-Krallen" wesentliche Nachteile bestehen.

Bei Geisterfahrer-Unfällen durch Auffahren auf die "Krallen" werden die Reifen aufgeschlitzt.

Ein Weiterfahren dieses Kraftfahrzeuges ist unmöglich.

Auffahr-Unfälle sind die Folge.

Die Zufahrt von beiden Seiten ist blockiert, der Autoverkehr steckt im Stau.

Einsatzfahrzeuge von Rettung, Polizei und Feuerwehr haben ein Problem beim Zufahren zum Unfallort.

Straßenbelag-Reparatur ist eventuell erforderlich, mit neuerlicher Verkehrsbehinderung.

Die vorliegende Erfindung soll es ermöglichen, dass solche Kraftfahrzeuge gestoppt werden, bevor sie auf die Autobahn auffahren können.

Stand der Technik

FR 2 856 085 A1 (SYSTERE) vom 17.12.2004

Eine Vorrichtung zur automatischen Sperre einer Fahrbahn bei einem Zwischenfall besonderers am Eingang eines Tunnels. Die Sperre durch einen Lamellenvorhang ist nicht starr, ist kein unüberwindliches Hindernis und kann durchfahren werden.

AT 4 688 U1 (MORELLI HUGO) vom 25.10.2001

Ein Hinweiszeichen, mit dem Kraftfahrer gewarnt werden, dass sie eine Fahrbahn entgegen der vorgeschriebenen Richtung befahren. EIn flexibler Vorhang wird so abgesenkt, dass er bis knapp über die Fahrbahn hängt Der Vorhang ist nicht starr, er kann von einem durchfahrenden Fahrzeug weggedrängt werden, so dass der Lenker das Fahrzeug wenden und die Fahrt in der richtigen Richtung fortsetzen kann.

EP 0 933 476 A2 (GATTEREDER KARL) vom 4.8.1999

Eine Vorrichtung zur Beschädigung bzw. Zerstörung von Reifen eines Kraftfahrzeuges, in Form von "Krallen", welche quer über die Fahrbahn versenkbar angeordnet sind und nur die Reifen eines gegen die vorgeschriebene Richtung fahrenden Fahrzeuges eindringen und diese beschädigen.

Eine vom TÜV im Auftrag der ASFINAG durchgeführte Studie zeigt,
dass die Krallen eine Marktreife vermissen lassen, Sensoren und Auslöse-Einrichtungen seien zu fehleranfällig. Neue Reifen würden zudem die Krallen unwirksam machen. Die Reifen-Industrie bringt bereits Pneus auf den Markt, die auch mit einem "Platten" noch gute Laufeigenschaften bewahren - damit sind die Geisterfahrer durch Krallen obenhin nicht mehr zu stoppen.

Nach Punkt 4,7 der RVS 5,28 vom BM für Verkehr, Innovation und Technologie werden die Geisterfahrerkrallen nur in Ausnahmefällen bei gehäuftem Auftreten von Fehlfahrten empfohlen. Die hohe Fehleranfälligkeit bei den Krallen würde auch hohe Betreuungskosten verursachen - die Straßenmeisterei müsse rund um die Uhr besetzt sein. Bei jeder Auslösung müsse ein Mitarbeiter hinausfahren, da jemand verletzt oder die Fahrbahn blockiert worden sein könnte.

Im WInter widerum sei das System nicht voll betriebstauglich, die Krallen frieren ein und müssen laufend gereinigt werden. Eine Abwägung von Betriebskosten, Risiken und Erfolgsaussichten spreche derzeit gegen weitere Krallen-Einbauten. Aufgrund der hohen Fehlerauslösungsquote allein in Oberösterreich wurden seit dem Jahr 2000 über 500 Fehlauslösungen verzeichnet - sind die "Krallen" nach Expertenmeinung nicht der Weisheit letzter Schluß!

Die Erfindung und ihre Vorteile

Aufgabe der Erfindung ist es, ein Hindernis quer zur Fahrbahn so zu gestalten, dass ein Befahren von Verkehrswegen entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung verhindert wird, ohne großen Schaden anzurichten und den Verkehr auf der Fahrbahn womöglich nicht zu behindern.

Diese Aufgabenstellung wird mit den Merkmalen der Ansprüche 1 und der Unteransprüche gelöst.

Dabei wird von einem Überkopfwegweiser in bestimmter Breite, unterseitig von dem Querriegel aus, automatisch ein flexibles Flächenelement als sichtbares Hindernis, quer bis auf die Fahrbahn abgesenkt. Das Flächenelement ist als flexibles, zugfestes Fangnetz aus hochfestem Polypropylen PP, oder PES-hochfest ausgebildet und hat eine Reißfestigkeit stärker als Stahlseile.

Die Art der Fertigung des Fangnetzes (Kettengewirke) ist auf höchste Festigkeit konzipiert (Fadenbündelung und Vermaschung). Die Netz-Verarbeitung in Rautenform ist je nach Anforderung leicht variabel und bei Belastung um mindestens 40 % dehnbar.

Die Oberkante des Fangnetzes wird durch ein Hartgummi-Kabel oder ähnliches stabilisiert, um Ausformungen des Fangnetzes elastisch mitmachen zu können.

Beim Raffvorgang wird das Fangnetz einerseits durch Raffseile hochgerafft und gleichlaufend die Zugseile auf einer Weile befindlch ebenfalls hochgezogen, unter dem Schutz des Kastens verbracht und so vor Wind und Wetter geschützt.

Um die dynamischen Kräfte bei Auftreten eines Geisterfahrer-Fahrzeuges auf das Fangnetz nicht auf die Antriebswellen zu übertragen, sind Magnetkupplungen, Rutschkupplungen oder Metallsegmente zwischen Antriebswelle und Zugseil oder ähnliches vorgesehen.

Die Netz-Unterkante wird durch einen Kunststoff-Saum verstärkt und mit Gewichten versehen. Diese Gewichte halten das im freien Fall absenkbare Fangnetz gegen Windverwehung gesichert auf der Fahrbahn fest. Sie bilden außerdem einen Keil, der beim Überfahren mit den Vorderreifen des Fahrzeuges das Fangnetz nicht wegschieben kann. Dadurch gelangen die Vorderräder des Fahrzeuges auf das Netz, das sich, von den Zugseilen gehalten, auf seiner gesamten Länge von ca. 5 m ausbeult und das Fahrzeug umschließt. Das Geisterfahrer-Fahrzeug wird dabei abgefedert gestoppt, ohne großen Schaden anzurichten.

Neben dem Fangnetz ist ein mindestens 350 cm breiter Freiraum für Einsatzfahrzeuge und Fahrzeuge, die in der richtigen Fahrtrichtung fahren, vorgesehen. Es gibt daher keine große Verkehrsbehinderung, wie bei den "Krallen".

In einem Abstand von ca. 40 bis 50 m vom Fangnetz entfernt sind Sensoren (Induktionsschleifen, Lichtschranken, Lasereinrichtungen oder dergleichen) vorgesehen.

Bei einem Fahrzeug mit einer Geschwindigkeit von 60 km/h und 50 m Abstand zwischen Sensor und Fangnetz ergibt das eine Fahrzeit von 3 Sekunden. Bei einer Reaktionszeit von ½ bis 1 Sekunde sind das 8 bis 16 m. Der Lenker hat noch 2 Sekunden, bzw. 34 m, um das Fahrzeug noch vor dem Netz bremsen zu können.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und im folgenden näher beschrieben.

Figur 1

Figur 1

zeigt eine Ansicht der Schilderbrücke (1) mit Fahrbahn (2), Querriegel (3), Steher (4), Betonfundament (5), Hinweisschild (6), Flächenelement (7), Raff-Jalousie (8), Netz (9), Netz-Oberkante (10), Leiste (11), Netz-Unterkante (12), Gewicht (13), Randeinfassung (14), Führungsseile (15), vorgespannte Feder (16), Netz-Sperrposition (17), Netz-Paket (18), Motor-Antrieb (19), Heizung (22), Beleuchtung (23), Rote Ampel (29), Aufschrift "Achtung Stopp - Einfahrt verboten" (30), Video-Kamera (31), Alarmsirene (33), Freiraum als Ausweiche (34)

Die Figur 1 zeigt eine Schilderbrücke aus Stahl, welche quer über die Fahrbahn (2) bei Zufahrten von der Autobahn zu einer Nebenfahrbahn (Parkplatz, Raststätte, Tankstelle und dergleichen) oder zu einer Landesstraße aufgestellt ist, um Kraftfahrzeuge, die entgegen der vorgeschriebenen Richtung fahren, sanft zu stoppen.

Die Schilderbrücke (1) besteht aus 1 Querriegel (3) mit der Unterkante auf Höhe 7,10 m über der Fahrbahn (2), und 2 Stehern (4) aus Stahl, Größe 450 x 300 mm. Spannweite 8,22 m, nicht begehbar.

Ausführung gem. RVS 05.02.13 (Richtlinien und Vorschriften für den Straßenverkehr, Beschilderung und Wegweisung auf Autobahnen; Punkt 15,2 Technische Anforderung an Portal- und Krag-Konstruktionen).

Die Steher (4) sind links und rechts der Fahrbahn (2) in einem Betonfundament (5) verankert. Ein Fahrzeuganprall gem. RVS 05.02.13 ist statisch bei der Schilderbrücke (1) berücksichtigt. (100 kN an Steher/ca. 0,80 m über der Fundamentoberkante).

Auf dem Querriegel (3) sind innen aund außen Hinweisschilder (6) am Querriegel (3) montiert, Größe 4000 x 2000 x 3 mm Alublech mit Alform 3 Umrandung, Folie Typ 3, einschließlich Schildhalter aus Stahl, feuerverzinkt.

Höhe der Schild-Unterkante 5,50 m über der Fahrbahn (2), Schildbreite 4,00 m, Abstand von Schild-Außenkante bis Steher (4) links 3,37 m, rechts 0,85 m.

Unterseitig an dem Querriegel (3) ist in dem nach unten offenen Kasten zwischen den beiden Hinweisschildern (6) ein Flächenelement (7) nach Art einer Raff-Jalousie (8) montiert.

Die Raff-Jalousie (8) besteht aus einem 350 cm breiten und 500 cm langen, kettengewirkten Netz (9) mit 10 cm Maschenweite, hochfest, vollsynthetisch hochfestes Polyester oder ähnliches.

Abstand von Netz-Außenkante bis Steher (4) links 3,62 m, rechts 1,10 m.

Die Netz-Oberkante (10) ist durch eine ca. 4 cm hohe und 350 cm breite Leiste (11) aus elastischem Material, beispielsweise Kunststoff, Gummi oder dergleichem stabilisiert.

An allen Außenseiten des Netzes (9) sind feste Enfassungen aus hochfestem, synthetischen Gewebe vorgesehen. An vertikalen Seitenkanten und an dem Mittelsegment des Netzes (9) sind Schlaufen aus dem gleichen Material angebracht, in denen die 4 Führungsseile (15) aus elastischem Kunststoff oder Stahl geführt sind, um das Netz (9) gesichert absenken und aufrollen zu können.

An die Netz-Unterkante (12) sind ca. 10 cm hohe, schwere Gewichte (13) aus Kunststoff oder Metall, beispielsweise mit Blei-Füllung oder dergleichem, angeheftet. Diese Gewichte (13) bestehen aus Einzelteilen und erstrecken sich als längliche Randeinfassung (14) über die gesamte untere Querfläche des Netzes (9).

Durch das Gewicht (13) der länglichen Randeinfassung (14) fällt das Netz (9) innerhalb ca. 1 sec. an den 4 elastischen Führungsseilen (15) aus Kunststoff oder Stahl bis auf die Fahrbahn (2) herunter.

Um die Anfangsgeschwindigkeit der Raff-Jalousie (8) beim Start nach unten zu beschleunigen, ist oben um ein Führungsseil (15) herum je eine ca. 10 cm hohe, vorgespannte Feder (16) vorgesehen.

Figur 2

Figur 2

zeigt eine Schnitt-Darstellung der Schilderbrücke (1) mit Querriegel (3), Steher (4), Hinweisschilder (6), Netz-Oberkante (10), Leiste (11), Netz-Unterkante (12), Gewicht (13), Randeinfassung (14), Führungsseil (15), vorgespannte Feder (16), Netz-Sperrposition (17), Motor-Antrieb (19), Profilkasten (20), Heizung (22)

Die Figur 2 zeigt das 500 cm lange Netz (9) der Raff-Jalousie (8) in einer nach oben gerafften Stellung, in der Netz-Sperrposition (17) von 15 bis 20 % der Höhe, als ca. 100 cm hohes Paket (18) zwischen den beiden Hinweisschildern (6) gelagert.

Die Netz-Unterkante (12) liegt 5,65 m über der Fahrbahn (2) noch 15 cm innerhalb der Schildertafel (6) und ist daher vor Wind und Wetter geschützt.

Bei Auslösung der Einrichtung fällt das Netz (9) 500 cm nach unten, die ersten 400 cm des Neztes (9) werden auf der Fahrbahn (2) in ein Netz-Paket (18) gerafft und liegen mit den an der Netz-Unterkante (12) befestigten Gewichte (13) flach auf der Fahrbahn (2) auf. Die restlichen 100 cm des Netzes (9) hängen an den 4 Führungsseilen (15) senkrecht nach unten.

Die Raff-Jalousie (8) wird mit den, unter dem Querriegel (3) montierten 4 Führungsseilen (15) durch einen Motor-Antrieb (19), nach oben gerafft. Der Motor-Antrieb ist ein gängiger Motor, wie Luft-, Brenn-, Hydraulik-, Drehstrom-Motor, und besteht beispielsweise aus einem Schritt-Motor (24 Volt Gleichstrom-Motor).

Der Motorblock (19) ist in einem nach unten offenen Profilkasten (20) unter dem Qeerriegel (3) zwischen den beiden Hinweisschildern untergebracht.

Der Antrieb des Motors (19) erfolgt durch Sonnenkollektoren (21).

Dieser Solar-Akku (21) versorgt auch eine unter dem Querriegel (3) montierte Heizung (22) der Raff-Jalousie (8), um das Einfrieren beim Fallnetzmechanismus zu verhindern. Dadurch wird eine Eisbildung an dem nach oben gerafften Netz (9) in der Sperrposition (17) vermieden, sodaß auch keine Eisbrocken auf die Fahrbahn (2) fallen können.

Der Solar-Akku (21) ist auch für die Beleuchtung (23) der Schilderbrücke (1) bei Nachtfahrten eines Kraftfahrzeuges entgegen der vorgeschriebenen Richtung, sowie für die Leuchtschrift "Achtung Stopp - Geisterfahrer" (24) vorgesehen.

Bei Beschädigungen der Raff-Jalousie (8) durch im Netz (9) hängende Fahrzeugteile wird das Netz abgenomen und durch ein neues Fangnetz ersetzt.

Das Hinweisschild (6) hat auf der Außenseite (bei der richtigen Zufahrt) als Warneinrichtung (28) eine Leuchtschrift "Achtung Stopp - Geisterfahrer" (24) und eine blinkende rote Ampel (29), die beide nur dann sichtbar blinken, wenn auf der falschen Seite (gegen die Einbahn) ein Kraftfahrzeug fährt.

Auf der Innenseite (falsche Zufahrt gegen die Einbahn) hat das Hinweisschild (6) als Warneinrichtung (28) die Aufschrift "Achtung Stopp - Einfahrt verboten" (30).

Auf der Schilderbrücke (1) ist für Fotoaufnahmen des Kraftfahrzeuges eine Video-Kamera (31) montiert.

Eine Beleuchtung (23) der Schilderbrücke (1) mittels Solar-Akku (21) ist für die zusätzliche Warnung der Kraftfahrzeug-Lenker vorgesehen und dient auch als Beleuchtung (23) für die erforderlichen Beweisaufnahmen des Kraftfahrzeuges.

Vor der Schilderbrücke (1) sind in einer Entfernung von 40 bis 50 m von der Raff-Jalousie (8) zwei Induktionsschleifen (32) unter der Fahrbahn (2) eingebaut, die auch bei jeder Wetterlage wie Frost, Eis, Schnee und Schneepflugräumung der Fahrbahn (2) betriebsbereit sind.

Bei der Fahrt eines Kraftfahrzeuges entgegen der vorgeschriebenen Richtung wird bei der Schilderbrücke (1) sofort das Herunterfallen der Raff-Jalousie (8) ausgelöst.

Wenn das Kraftfahrzeug noch vor der Schilderbrücke (1) zum Stehen kommt und die Raff-Jalousie (8) nicht beschädigt, wird nach 2 Minuten die Raff-Jalousie (8) automatisch durch den Motor (19) nach oben gekurbelt und die Warneinrichtung (28) deaktiviert.

Funktionsweise

Ablauf von Auswirkungen

Wenn ein Kraftfahrzeug die Induktionsschleifen (32) in falscher Richtung quert, wird folgender Ablauf von Auswirkungen eingeleitet:

Eine Alarmsirene (33) ertönt und warnt den Fahrzeuglenker.

Das Schild (6) mit der Aufschrift "Achtung Stopp - Einfahrt verboten" (30) wird beleuchtet.

Das Kraftfahrzeug wird von der, auf dem Querriegel (3) installierten Video-Kamera (31) automatisch fotografiert, bovor es bei der Schilderbrücke (1) zum Stehen kommt.

Die Raff-Jalousie (8) fällt in 1 Sekunde herunter.

Durch Gewichte (13) an der Netz-Unterkante (12) und dem Netz-Paket (18) wird das Fahrzeug mit der Karosserie von dem sich öffnenden Netz erfaßt.

In weiterer Folge gelangen die Vorderräder des Fahrzeuges auf das Netz (9), das sich - von den Führungsseilen gehalten - auf seiner gesamten Länge von 5,00 m ausbeult und das Fahrzeug umschließt.

Das Fahrzeug wird dabei abgefedert gestoppt, ohne großen Schaden anzurichten.

Beim Autofahrer-Club, Rundfunk, Polizei und ASFINAG erfolgt eine Geisterfahrer-Meldung.

Die rote Ampel (29) unter dem Querriegel (3) blinkt sichtbar auf beiden Seiten der Zufahrt.

Das Schild (6) mit der Aufschrift "Achtung Stopp - Geisterfahrer" (24) auf der richtigen Seite der Zufahrt wird beleuchtet.

Wenn ein verunfalltes Fahrzeug vor der abgesnkten Raff-Jalousie (8) im Netz festsitzt, und gleichzeitig Motorräder oder Einsatzfahrzeuge bei der richtigen Einfahrt, zu der unfallbedingt gesperrten Raff-Jalousie (8) kommen, können diese Fahrzeuge rechts über die Grünfläche, auf dem mindestens 3,50 m breiten Freiraum (34) vorbei fahren.

Die Versicherung des Kraftfahrzeuges ist normalerweise haftbar, wenn die Einrichtung durch Falschfahrten entgegen der vorgeschriebnenen Richtung beschädigt wird.

Zwei Sekunden Abstand

Zwei Sekunden Abstand, je nach Tempo des Kraftfahrzeuges zwischen Schilderbrücke (1) und Induktionsschleife (32)

30 m 32 m 34 m 36 m 38 m 40 m 42 m 44 m 46 m 48 m
54,0 km/h 57,6 km/h 61,2 km/h 68,4 km/h 68,4 km/h 72,0 km/h 75,6 km/h 79,2 km/h 81,8 km/h 86,8 km/h

Höhen über Fahrbahnoberfläche (2)

(12) Unterkante Netz 0,10 m
(10) Netz-Oberkante 1,90 m
(11) Oberkante Leiste 1,94 m
(6) Unterkante Hinweisschild 5,50 m
(17) Unterkante Sperrposition 5,65 m
(17) Oberkante Sperrposition (+1,00) 6,65 m
(11) Oberkante Leiste (Sperrposition) 6,69 m
(16) Oberkante Vorgespannte Feder (+0,10) 6,79 m
(19) Oberkante Motor-Antrieb (+0,21) 7,00 m
(3) Unterkante Querriegel 7,10 m
(6) Oberkante Hinweisschild (0,10) 7,50 m

Liste der Bezugszeichen

1       Schilderbrücke
2 Fahrbahn
3 Querriegel
4 Steher
5 Betonfundament
6 Hinweisschilder
7 Flächenelement
8 Raff-Jalousie
9 Netz
10 Netz-Oberkante
11 Leiste
12 Netz-Unterkante
13 Gewicht
14 Randeinfassung
15 Führungsseile
16 vorgespannte Feder
17 Netz-Sperrposition
18 Netz-Paket
19 Motor-Antrieb (Antriebswelle)
20 Profil-Kasten
21 Sonnenkollektoren
22 Heizung
23 Beleuchtung
24 Leuchtschrift "Achtung Stopp - Geisterfahrer"
28 Warneinrichtung
29 Rote Ampel
30 Aufschrift "Achtung Stopp - Einfahrt verboten"
31 Video-Kamera
32 Induktionsschelifen
33 Alarmsirene bei Beleuchtung
34 Freiraum als Ausweiche

Patentansprüche

1.
Einrichtung zum Verhindern des Befahrens von Verkehrswegen entgegen der vorgeschriebenen Richtung, bei welcher automatisch Hindernisse quer zur Fahrbahn (2) errichtet werden, wobei als Hindernis ein, von einem quer über die Fahrbahn (2) errichteten Querriegel (3) abenkbares, flexibles, an der Unterkante mit Gewichten (13) versehenes Flächenelement (7) ein zugfestes Flächenelement vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass als Flächenelement (7) ein zugfestes Flächenelement vorgesehen ist, das mit seiner bodenseitigen Unterkante (12) bis auf die Fahrbahn (2) aufliegend absenkbar ist und bei Benützung mit dieser Unterkante (12) unter die Vorderräder des Fahrzeuges reicht.

2.
Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Gewicht (13) aus schweren Einzelteilen als Randfassung (14) ausgebildet ist die sich über die gesamte untere Querfläche des Flächenelements (7) erstreckt.

3.
Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Flächenelement (7) als Netz (9) ausgebildet ist, das an den vertikalen Seitenkanten und parallel dazu an dem mittleren Netz-Segment durch Führungsseile (15) gehalten ist.

4.
Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass Führungsseile (15) aus Stahl sind.

5.
Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass Führungsseile (15) aus elastischem Kunststoff sind.

6.
Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Querriegel (3) Teil eines über die Fahrbahn (2) gespannten Portals nach Art einer Schilderbrücke (1) ist.

7.
Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Flächenelement (7) nach Art einer Raff-Jalousie geführt ist.

8.
Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsseile (15) auf einer, motorisch angetriebenen Welle (19) aufgerollt sind, und das Netz (9) in der Netz-Sperrposition (17) gerafft ist.

9.
Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebswelle (19) in einem Profilkasten (20) untergebracht ist.

10.
Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass als elektrische Energiequelle Sonnenkollektoren (21) auf dem Querreigel (3) untergebracht sind

11.
Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Flächenelement (7) bei Auslösung der Einrichtung in freiem Fall, vorzugsweise beschleunigt durch eine vorgespannte Feder (16), auf die Fahrtenoberfläche (2) absenkbar ist.

12.
Einrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass zur Auslösung der Einrichtung eine Induktionsschleife (32), ein Lichtschranken, eine Lasereinrichtung oder dergleichen vorgesehen ist.

13.
Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass zum selbsttätigen Zurückbewegen des Flächenelements (7) in die Sperrposition ein Motor-Antrieb (19), beispielsweise eine Feder, ein Schritt-Motor oder dergleichen vorgesehen ist.

14.
Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass durch das Auslösen der Einrichtung eine zusätzliche Warneinrichtung (28) an beiden Seiten der Einrichtung aktivierbar ist.

15.
Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass eine am Querriegel (3) befestgte Videokamera (31) durch das Auslösen der Einrichtung altivierbar ist und mit Polizei und Rundfunk über Funk oder dergleichen vebunden ist.

16.
Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass eine Beleuchtung (23) für die erforderlichen Beweis-Aufnahmen des Fahrzeuges mit der Video-Kamera (31) und für die Warnung des Fahrzeuglenkers vorgesehen ist.

17.
Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass neben dem flexibeln Flächenelement (7) ein Freiraum als Ausweiche (34) für die Durchfahrt von Einsatzfahrzeugen freigehalten ist.

Siehe auch

Weblinks